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<title>Dom zu Halberstadt</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Dom zu Halberstadt</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>Dom St. Stephanus und St. Sixtus</b> in <a href="Halberstadt" title="Halberstadt">Halberstadt</a>, eine vom 13. bis ins 15. Jahrhundert im Stil der nordfranzösischen Gotik errichtete kreuzförmige Basilika, die heute als <a href="Evangelische_Kirche" title="Evangelische Kirche">evangelische</a> Kirche dient, gilt als einer der wenigen großen <a href="Kirche_(Bauwerk)" title="Kirche (Bauwerk)">Kirchenbauten</a> des <a href="Gotik#Frankreich" title="Gotik">französischen Kathedralschemas</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in Deutschland. Er befindet sich inmitten eines Ensembles von <a href="Romanik" title="Romanik">romanischen</a>, <a href="Barock" title="Barock">barocken</a>, <a href="Neogotik" title="Neogotik">neogotischen</a> und modernen Bauten am Rande des <a href="Historischer_Stadtkern" title="Historischer Stadtkern">historischen Kerns</a> der im nördlichen <a href="Harzvorland" title="Harzvorland">Harzvorland</a> gelegenen Stadt. Er wurde im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> bei den <a href="Luftangriffe_auf_Halberstadt" title="Luftangriffe auf Halberstadt">Luftangriffen auf Halberstadt</a> schwer beschädigt. Er befindet sich im Eigentum der <a href="Kulturstiftung_Sachsen-Anhalt" title="Kulturstiftung Sachsen-Anhalt">Kulturstiftung Sachsen-Anhalt</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Baugeschichte">Baugeschichte</h2></div>
<p>Das <a href="Bistum_Halberstadt" title="Bistum Halberstadt">Bistum Halberstadt</a> wurde im 9. Jahrhundert als <a href="Mission_(Christentum)" title="Mission (Christentum)">Missions</a>- und Verwaltungsmittelpunkt im neu eroberten <a href="Stammesherzogtum_Sachsen" title="Stammesherzogtum Sachsen">sächsischen Stammesgebiet</a> errichtet.
</p><p>Als erste Bischofskirchen dienten kleinere Steinbauten, denen ein 859 geweihter <a href="Karolinger" title="Karolinger">karolingischer</a> Neubau in Form einer <a href="Kirchenschiff" title="Kirchenschiff">dreischiffigen</a> kreuzförmigen <a href="Basilika_(Bautyp)" title="Basilika (Bautyp)">Basilika</a> folgte. Dieser Dom stürzte im Jahr 965 ein, unmittelbar danach begann der Bau des <a href="Ottonen" class="mw-redirect" title="Ottonen">ottonischen</a> Doms, der 992 geweiht wurde und schon fast die Ausmaße des späteren gotischen Neubaus erreichte. Im 10. Jahrhundert trat das nahe <a href="Magdeburg" title="Magdeburg">Magdeburg</a>, das immer mehr als Zentrum ottonischer Herrschaftspolitik diente und in dem <a href="Otto_I._(HRR)" title="Otto I. (HRR)">Otto I.</a> 968 ein <a href="Erzbistum_Magdeburg" title="Erzbistum Magdeburg">Erzbistum</a> auf Kosten der hiesigen und der <a href="Bistum_Merseburg" title="Bistum Merseburg">Merseburger Diözese</a> installierte, zunehmend in Konkurrenz zu Halberstadt. Die (ottonische) Kathedrale wurde im Zuge der Zerstörung der Stadt 1179 durch <a href="Heinrich_der_L%C3%B6we" title="Heinrich der Löwe">Heinrich den Löwen</a> schwer beschädigt, aber anschließend rasch restauriert und neu eingewölbt; die <a href="Kirchweihe" title="Kirchweihe">Weihe</a> war 1220.
</p><p>1209 begann das konkurrierende <a href="Erzstift_Magdeburg" title="Erzstift Magdeburg">Magdeburger Erzstift</a> mit dem Bau eines Domes, der stark von der Architektur der französischen Kathedralgotik beeinflusst war. Das <a href="Domkapitel_Halberstadt" title="Domkapitel Halberstadt">Domkapitel Halberstadt</a> beschloss nun seinerseits den sukzessiven Bau einer zeitgemäßen gotischen Kathedrale. Zudem machten steigende Pilgerzahlen infolge eines neuen Heiltumsschatzes veränderte Nutzungsanforderungen mit einem Umgangschor nötig.
</p><p>Ungewöhnlicherweise begann man mit dem Westbau. Das Kapitel wollte den bestehenden Dom noch möglichst lange weiter nutzen, war doch noch kurz zuvor für die Einwölbung viel Geld investiert worden. Der Westbau verbindet die lokale spätromanische Bautradition mit den modernen frühgotischen Einflüssen, insbesondere der Architektur der <a href="Zisterzienser" title="Zisterzienser">Zisterzienser</a>. Der obere Teil der heutigen Westfassade ist allerdings größtenteils dem 19. Jahrhundert zuzuordnen, ihre Gestaltung geht auf <a href="Otto_Kilburger" title="Otto Kilburger">Otto Kilburger</a> zurück.
</p>
<p>Um 1260 begann der Bau des hochgotischen <a href="Langhaus_(Kirche)" title="Langhaus (Kirche)">Langhauses</a>, dessen Dimensionen – wohl wieder als Konkurrenz zu Magdeburg, gegenüber der ursprünglichen Planung wesentlich gesteigert wurden. Das Mittelschiff erreicht die für damalige Verhältnisse beeindruckende Höhe von 27,0 m, die Seitenschiffe sind 14,0 m hoch. In dieser zweiten Bauphase errichtete man die ersten drei Joche des Langhauses und hielt den alten Dom dadurch funktionsfähig für die Gottesdienste. Im Gegensatz zu Magdeburg orientieren sich diese ersten Joche wesentlich näher an den französischen Vorbildern, besonders das offene Strebesystem ist hier voll entwickelt, allerdings in „deutscher“ Reduktion. Als Vorbild dürfte hier die <a href="Kathedrale_von_Reims" title="Kathedrale von Reims">Kathedrale von Reims</a> gedient haben. Wegen der notorisch schlechten Finanzsituation des Domkapitels zog sich der Bau über etwa 50 Jahre hin.
</p><p>Um den alten Dom weiter zu nutzen, begann man um die Mitte des 14. Jahrhunderts am entgegengesetzten Ende mit der Errichtung der <i>Marienkapelle</i>. Um 1350 erfolgten die Abbrucharbeiten für den Chorbau, der sich an den Maßverhältnissen der westlichen Langhausjoche orientierte. Dieser Bauabschnitt dauerte wiederum etwa 60 Jahre bis zur Weihe im Jahre 1401. Kurz danach begannen die Bauarbeiten für die fehlenden gotischen Ostjoche des Langhauses und das <a href="Querhaus" class="mw-redirect" title="Querhaus">Querhaus</a>. 1491 konnte die gesamte Kathedrale geweiht werden. Als letzte spätgotische Ergänzung wurde 1514 der neue Kapitelsaal fertiggestellt (Gewölbe 1945 zerstört).
</p><p>Bischof <a href="Heinrich_Julius_(Braunschweig-Wolfenb%C3%BCttel)" title="Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)">Heinrich Julius</a> führte 1591 am Halberstädter Dom die protestantische Lehre ein, wobei er es allerdings den Domherren freistellte, im katholischen Glauben zu verbleiben oder dem protestantischen beizutreten. Auch führte er eine gemeinsame Liturgie für die Stundengebete ein. In der Folge lebten und beteten protestantische und katholische Geistliche gemeinsam im Dom.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das gemischt konfessionelle Domkapitel hielt sich über den <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieg</a> hinaus. Erst nach seiner Aufhebung im Zuge der <a href="S%C3%A4kularisation" title="Säkularisation">Säkularisation</a> im Jahre 1810 wurde der Dom zur evangelischen Pfarrkirche.
</p>
<p>Die folgenden Jahrhunderte – bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges – bewahrten im Wesentlichen das mittelalterliche Erscheinungsbild; die größte Baumaßnahme war hier die erwähnte Neuaufmauerung der Westtürme.
</p><p>Der 8. April 1945 brachte schließlich den Untergang des alten Halberstadt mit seinen über tausend erhaltenen Fachwerkhäusern. Auch der Dom wurde von zwölf Bomben schwer getroffen. Unter anderem war das Dach über dem Chor und dem Querschiff völlig zerstört, während die Turmhelme stehengeblieben waren. Die Glasmalereien sowie die meisten Kunstwerke überstanden die Bombardements dank einer vorherigen Auslagerung.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während die Altstadt nach dem Krieg weitgehend dem Verfall preisgegeben wurde, unternahm die <a href="DDR" class="mw-redirect" title="DDR">DDR</a>-<a href="Denkmalpflege" title="Denkmalpflege">Denkmalpflege</a> umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung und Wiederherstellung der großen gotischen Kathedrale:
</p><p>Unter anderem erfolgten sehr aufwändige Stabilisierungsmaßnahmen an den drei zuerst, zwischen 1250 und 1276 errichteten Strebepfeilern an der Nordseite. Diese waren damals, mangels Erfahrungen in der Dimensionierung von Strebewerk, noch sehr schlank gebaut worden (die später errichteten Pfeiler des Domes sind kräftiger). Das Pfeilerinnere war nicht massiv, sondern als <a href="Gussmauerwerk" class="mw-redirect" title="Gussmauerwerk">Gussmauerwerk</a> mit Mörtel und Kalkschutt ausgeführt. Zudem verminderte <a href="Sulfattreiben" title="Sulfattreiben">Sulfattreiben</a> im Kalkmörtel die Tragfähigkeit der Pfeiler. Sie waren von Rissen durchzogen, es drohte aufgrund ihrer Schlankheit und eines ungleichmäßigen Kräfteeintrags ein seitliches Ausknicken und somit ein Teileinsturz des Kirchenschiffs.
</p><p>Zuerst wurden in den 1950er Jahren Zementinjektionen eingebracht, um das 700 Jahre alte, angegriffene Fugenmaterial zu stabilisieren. Weil das nicht ausreichte, tauschte man dann in den 1960er bis 1980er Jahren ganze Bereiche der Pfeiler aus. Hierzu mussten massive Stahlkonstruktionen, welche das Langhaus und die Gewölbe temporär als Pfeilerersatz abfingen, aufgestellt und verankert werden.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Restaurierung wurde nach der Wende fortgesetzt.
</p><p>Am 15. September 2010 wurde die Rekonstruktion des seit 1945 fehlenden <a href="Dachreiter" title="Dachreiter">Dachreiters</a> über der Vierung abgeschlossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beschreibung">Beschreibung</h2></div>
<p>Der Dom ist eine langgestreckte, dreischiffige, hoch- bis spätgotische Basilika über kreuzförmigem <a href="Grundriss" title="Grundriss">Grundriss</a>. Südlich schließen sich die Klausurgebäude mit dem vierflügeligen <a href="Kreuzgang" title="Kreuzgang">Kreuzgang</a>, dem <i>Remter</i> und der <i>Neuenstädter Kapelle</i> an. Die eindrucksvolle Doppelturmfront des Westbaues musste gegen Ende des 19. Jahrhunderts teilweise abgetragen und neuerrichtet werden. Der untere Teil mit dem frühgotischen <a href="Portal_(Architektur)" title="Portal (Architektur)">Hauptportal</a>, das eine auf wenige Symbole reduzierte Weltgerichtsdarstellung zeigt, ist jedoch noch weitgehend original. Zu sehen ist ein Löwe mit Beute im Maul und unter dem <a href="Bogen_(Architektur)#Echter_Bogen" title="Bogen (Architektur)">Bogenscheitel</a> des Doppelportals ein <a href="Portr%C3%A4t#Nach_dem_Ausschnitt" title="Porträt">Brustbild</a> des <a href="Pantokrator" title="Pantokrator">Weltenherrschers</a>, das von den <a href="Dreipass" title="Dreipass">Dreipassblenden</a> zweier Engel und von vier Evangelistensymbolen flankiert ist. In den überfangenden Archivolten finden sich, ebenso wie zwischen den Gewändesäulen, winzige Köpfe.
</p><p>Der Typus der klassischen französischen Kathedrale wurde in Deutschland nur bei wenigen Großbauten so konsequent übernommen, wie es hier der Fall ist. Besonders das offene Strebewerk trägt zu diesem Gesamteindruck bei, wenn auch die Einzelformen gegenüber den Vorbildern deutlich reduziert wurden. Die <a href="Strebebogen" title="Strebebogen">Strebebögen</a> wurden in Halberstadt nur einfach ausgeführt, während französische Dome meist doppelte oder gar dreifache Strebesysteme aufweisen. Durch dieses offene Strebewerk wirkt der Halberstädter Dom auf Betrachter moderner und prächtiger als der Magdeburger Dom, bei dem vollständig auf dieses typische Kennzeichen einer gotischen Kathedrale verzichtet wurde. Im Unterschied zu den französischen Kathedralen ist auch der Wandaufriss vereinfacht ohne <a href="Triforium" title="Triforium">Triforium</a> gestaltet; dieses wird nur durch Blendmaßwerk unter den <a href="Obergaden" title="Obergaden">Obergadenfenstern</a> angedeutet.
</p>
<p>Der Innenraum blieb von nachmittelalterlichen Veränderungen weitgehend verschont. Der überwiegend mit einfachen <a href="Kreuzrippe" class="mw-redirect" title="Kreuzrippe">Kreuzrippen</a> eingewölbte Sakralraum weist nur in den Seitenschiffen und dem Querschiff reichere (spätgotische) Gewölbeformen auf. Chor und Gemeinderaum werden durch einen spätgotischen <a href="Lettner" title="Lettner">Lettner</a> getrennt. Das Querschiff ist innen im Norden und im Süden je mit einer zweijochig unterwölbten spätgotischen Empore versehen, im Süden ist es über den Kreuzgang hinaus verlängert. Die Brüstungen der Emporen wurden erst um 1470 geschaffen, ebenso die Skulpturen: an der Nordempore naive Darstellungen von <a href="Adam_und_Eva" title="Adam und Eva">Adam und Eva</a>, über der Säule eine Darstellung des Paradiesbaumes mit der Schlange und ein <a href="Tabernakel" title="Tabernakel">Tabernakel</a> mit der Darstellung von Gottvater. Außen ist am Nordquerhaus ein Portal aus der Zeit um 1440 eingebaut, das im <a href="Tympanon_(Architektur)" title="Tympanon (Architektur)">Tympanon</a> ein Relief mit dem <a href="Marientod" class="mw-redirect" title="Marientod">Marientod</a> zeigt; in den <a href="Archivolte" title="Archivolte">Archivolten</a> sind Apostel und Propheten dargestellt. Darüber ist ein mächtiges Kruzifix ohne Korpus mit Evangelistensymbolen an den Enden eingefügt, die Restflächen sind mit Rechteckblenden und Stabwerk gegliedert. Im Innern sollte auf der Nordquerhausempore offenbar die mittelalterliche Orgel aufgestellt werden. Darüber ist das breite, kurze Maßwerkfenster eingebaut. Am Südquerhaus ist das riesige Fenster bis nach unten verlängert; beide Querhausfenster sind mit reichem Maßwerk verziert. An den Motiven dieses Maßwerks („Rose mit hängenden Blütenblättern“) ist der Einfluss von mittelalterlichen Plänen für die Doppelturmfassade des <a href="Regensburger_Dom" title="Regensburger Dom">Regensburger Doms</a> erkennbar.
</p><p>Wie bei den französischen Vorbildern sind die Seitenschiffe als Umgang um den Hochchor herumgeführt, auf einen <i>Kapellenkranz</i> wurde allerdings – bis auf die Scheitelkapelle <i>(Marienkapelle)</i> – verzichtet, stattdessen sind nur schlichte rundbogige Nischen vorhanden, in denen ehemals die zahlreichen Nebenaltäre aufgestellt waren. Die <i>Marienkapelle</i> ist ein Bauteil mit eigenständiger Gestaltung und einem zierlichen steinernen <a href="Dachreiter" title="Dachreiter">Dachreiter</a>, der mit <a href="Krabbe_(Kunstgeschichte)" title="Krabbe (Kunstgeschichte)">Krabben</a> und kleinen <a href="Wasserspeier" title="Wasserspeier">Wasserspeiern</a> ausgestattet ist. Auch im Innern fällt die Kapelle durch die besonders fein ausgebildeten Maßwerkfenster und die Dienstbündel auf, die kämpferlos in die Gewölberippen übergehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Klausur_und_Kreuzgang">Klausur und Kreuzgang</h3></div>
<p>Die <a href="Klausur_(Kloster)" title="Klausur (Kloster)">Klausur</a> des ottonischen Vorgängerdoms lag bereits in etwa an der heutigen Stelle. Es haben sich noch zwei Räume aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erhalten, darunter der zweischiffige, kreuzgratgewölbte sogenannte <i>Alte Kapitelsaal</i>.
</p><p>Der vierflügelige, zweigeschossige <a href="Kreuzgang" title="Kreuzgang">Kreuzgang</a> stammt aus dem 13. Jahrhundert und weist ebenfalls durchgehend einfache Kreuzgratgewölbe auf. Die „frühgotischen“ Arkadenfüllungen sind allerdings eine Zutat des 19. Jahrhunderts. Im Obergeschoss sind Teile des bedeutenden <i><a href="Domschatz_Halberstadt" title="Domschatz Halberstadt">Domschatzes</a></i> untergebracht.
</p><p>Die kreuzgewölbte <i>Neuenstädter Kapelle</i> (1503) ist vom westlichen Kreuzgangflügel aus zugänglich und birgt noch wesentliche Teile seiner ursprünglichen Ausstattung, so einen schönen spätgotischen <a href="Fl%C3%BCgelaltar" title="Flügelaltar">Flügelaltar</a>, den Radleuchter und zwei vollständig erhaltene Marienteppiche.
</p><p>Über dem Nordflügel liegt der große <i>Neue Kapitelsaal</i>, dessen prachtvolles Schlingrippengewölbe nach der Kriegszerstörung durch eine flache Betondecke ersetzt werden musste.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
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</style><div class="dewiki-gallery" style="border:1px solid transparent; float: right; clear: right; margin-left: 1em;"><div class="dewiki-gallery-units"></div></div>
<p>Der Halberstädter Dom überrascht durch seine in ungewöhnlicher Vollständigkeit erhaltene mittelalterliche <a href="Kirchenausstattung" title="Kirchenausstattung">Ausstattung</a>. Aus nachmittelalterlicher Zeit stammen im Wesentlichen nur einige Grabmäler und <a href="Epitaph" title="Epitaph">Epitaphien</a>, der barocke <a href="Orgelprospekt" class="mw-redirect" title="Orgelprospekt">Orgelprospekt</a> und die reichlich verzierte Renaissancekanzel von 1592. Sie zeigt auf dem Kanzelaufgang Relieftafeln der Tugenden Liebe, Hoffnung, Glaube. Auf dem Kanzelkorb ist der segnende Christus zwischen den Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, auf dem Schalldeckel die Stifterwappen der Domherren dargestellt.
</p><p>Aus dem alten, ottonischen Dom sind noch der romanische <a href="Taufbecken" title="Taufbecken">Taufstein</a> (1195) und die eindrucksvolle <a href="Triumphkreuz" title="Triumphkreuz">Triumphkreuzgruppe</a><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1220) über dem <a href="Lettner" title="Lettner">Lettner</a> erhalten. Der monumentale Taufstein aus Rübeländer Marmor in Form eines romanischen Kelches wird im <a href="Dehio-Handbuch" title="Dehio-Handbuch">Dehio-Handbuch</a> als „hervorragend schön gestaltet“ gewürdigt. Er wird von vier Löwen getragen, steht auf einem hohen dreistufigen Unterbau vermutlich aus gotischer Zeit und wurde von Bischof Gardolf am Ende des 12. Jahrhunderts gestiftet.<sup id="cite_ref-dehio_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Glasmalereien">Glasmalereien</h3></div>
<p>Besonders in der <i>Marienkapelle</i> haben sich trotz Kriegsverlusten noch einige bedeutende gotische <a href="Glasmalerei" title="Glasmalerei">Glasmalereien</a> erhalten. Dort finden sich im Achsfenster die ältesten und künstlerisch bedeutendsten Scheiben aus der Zeit um 1340.<sup id="cite_ref-dehio_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Gesamtbild wurde durch moderne Ergänzungen von <a href="Charles_Crodel" title="Charles Crodel">Charles Crodel</a> wiederhergestellt.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Scheiben im Chorobergaden stammen ebenfalls noch teilweise aus dem frühen 15. Jahrhundert. Der Chorumgang enthält noch einige teils mittelalterliche Scheiben aus der Zeit um 1400–1440, die später ergänzt wurden. Am besten sind die beiden östlichen Fenster neben der <i>Marienkapelle</i> erhalten. Das nordöstliche Fenster zeigt Szenen aus dem Leben Christi und ist bald nach 1400 entstanden, das südöstliche Fenster zeigt die Legende des Evangelisten Johannes aus der Zeit um 1420/30 und ist den etwa gleichzeitigen Scheiben aus dem Chor des <a href="Stendaler_Dom" class="mw-redirect" title="Stendaler Dom">Stendaler Doms</a> verwandt.<sup id="cite_ref-dehio_7-2" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Carl Crodel ergänzte auch das durch das gesamte Südseitenschiff sichtbare Maßwerk dieses Fensters im Duktus des Bestandes.
</p><p>in den Jahren 2012 und 2022 konnten die neu gestalteten Querhausfenster im Dom, vorwiegend durch Spenden finanziert, in Dienst gestellt werden. Sie entstanden als Ergebnis eines Auswahlverfahrens nach den Entwürfen des Wernigeröders <a href="G%C3%BCnter_Grohs" title="Günter Grohs">Günter Grohs</a> und wurde von den Glaswerkstätten F. Schneemelcher, Quedlinburg, gefertigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bauplastik">Bauplastik</h3></div>
<p>Der Reichtum an plastischen gotischen Bildwerken im Dom ist beachtlich. In den Gewölbediensten des Polygons der Marienkapelle ist die Anbetung der <a href="Heilige_Drei_K%C3%B6nige" title="Heilige Drei Könige">Heiligen Drei Könige</a> aus der Zeit um 1350/60 auf Konsolen eingefügt, ein „sehr gutes Werk“ seiner Zeit<sup id="cite_ref-dehio_7-3" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. In der nördlichen Nische der <i>Marienkapelle</i> steht ein altarähnlicher Aufbau aus Sandstein, der am <a href="Stipes" title="Stipes">Stipes</a> die Verkündigung und einen Stifter, im <a href="Retabel" class="mw-redirect" title="Retabel">Retabel</a> in Hochrelief die Geburt Christi und im beschädigten Bogenrelief darüber ein Flachrelief des Zuges der Heiligen Drei Könige, die Hirten auf dem Felde, den Kindermord und die Flucht nach Ägypten darstellt. Die „hervorragende Arbeit“ wurde inschriftlich 1517 geschaffen.<sup id="cite_ref-dehio_7-4" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Drei etwas unterlebensgroße Steinskulpturen im nördlichen Chorumgang stellen Maria, Maria Magdalena und einen Engel dar und werden im Dehio-Handbuch auf einen „genialen und selbständigen Meister, der vermutlich das Heilige Grab in <a href="Freiburger_M%C3%BCnster" title="Freiburger Münster">Freiburg</a> kannte“, zurückgeführt und zum „Besten der deutschen Plastik des 14. Jahrhunderts“ gerechnet.<sup id="cite_ref-dehio_7-5" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Chorpfeiler sind mit den zwölf Aposteln und den beiden Bistumspatronen geschmückt (um 1425 bis etwa 1470).<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch das <a href="Querhaus" class="mw-redirect" title="Querhaus">Quer-</a> und das Langhaus tragen reichen <a href="Skulptur" title="Skulptur">Skulpturenschmuck</a>. Von den zahlreichen Statuen sind besonders die Heilige Maria Magdalena und der Heilige Laurentius aus der Zeit um 1510 an den östlichen Vierungspfeilern zu beachten, an den westlichen Vierungspfeilern der Heilige Hieronymus, vermutlich um 1480 von „einem eigenwilligen bedeutenden Künstler“, am gleichen Pfeiler der Heilige Erasmus von 1509 in der Art <a href="Tilman_Riemenschneider" title="Tilman Riemenschneider">Tilman Riemenschneiders</a>, ebenfalls das beachtenswerte Standbild des Heiligen Sebastian von 1510 am Pfeiler gegenüber. An diesem Pfeiler steht auch der Heilige Georg in einer Rüstung von 1487.
</p><p>Die mit Sicherheit auch an den Langhauspfeilern geplante Figurenreihe wurde nicht mehr vollendet. Die folgenden Skulpturen, in zeitlicher Reihenfolge, sind noch vorhanden:
</p>
<ul><li>Madonna mit der Taube, unter <a href="Peter_Parler" title="Peter Parler">parlerischem</a> Einfluss aus der Zeit um 1380,</li>
<li>ein mit der wertvollen Katharinenfigur von 1509 im Nordseitenschiff verwandter Schmerzensmann, der vermutlich von einem Meister stammt, der mehrere Figuren in der Liebfrauenkirche und die großen Reliefs im dortigen und im Domkreuzgang geschaffen hat,</li>
<li>eine „vorzügliche“ Figur des heiligen Mauritius, nach der Inschrift von 1513,</li>
<li>eine Marienfigur von 1520, gleichzeitig vermutlich auch ein Johannes der Täufer,</li>
<li>eine „sehr qualitätvolle“, überlebensgroße Statue des heiligen Stephanus an der Westwand des Nordseitenschiffs aus der Zeit um 1510/1520, ursprünglich vor dem <a href="Trumeau_(Pfeiler)" title="Trumeau (Pfeiler)">Trumeaupfeiler</a> des Westportals aufgestellt.<sup id="cite_ref-dehio_7-6" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Im südlichen Chorumgang am Portal zur Klausur ist ein <a href="Tympanon_(Architektur)" title="Tympanon (Architektur)">Tympanon</a> mit einem Relief der Geburt Christi vom Ende des 14. Jahrhunderts und oben darüber auf einer vorkragenden Konsole die Freifigur einer Muttergottes aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts. Etwas weiter östlich ist ein Spätrenaissanceportal mit der Jahreszahl 1615 eingebaut, das mit einer klaren Architektur aus <a href="Korinthische_Ordnung" title="Korinthische Ordnung">korinthischen</a> Säulen, Bogen und <a href="Gesprengter_Giebel" title="Gesprengter Giebel">gesprengtem Giebel</a> mit <a href="Manierismus" title="Manierismus">manieristisch</a> bewegtem Frauenfigurchen gestaltet ist.
</p>
<ul class="center gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Steinskulptur im Chorumgang</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Marienfigur</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Figur des Heiligen Georg</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Hieronymus mit dem Löwen</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Figur des Heiligen Sebastian</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Pfeilerfigur mit Doppeladlerschild</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Altäre"><span id="Alt.C3.A4re"></span>Altäre</h3></div>
<p>Die Altäre im Hochchor und in der <i>Marienkapelle</i> stammen aus der Bauzeit, weiterhin sind fünf mittelalterliche Altäre erhalten, die in den Nischen des Chorumgangs standen. In der <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristei</a> steht ein Retabel aus Sandstein, das ein Relief der Kreuzigung mit Begleitfiguren, darunter auch den Heiligen Laurentius, zeigt und aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt. Auf dem Hochaltar steht ein gemaltes Retabel aus der Zeit um 1480, ehemals von einem dem Hl. Georg geweihten Nebenaltar. Auf dem Hauptaltar stand ursprünglich der Heiltumsschrein, heute im <a href="Domschatz_Halberstadt" title="Domschatz Halberstadt">Domschatz</a>. In der Mitte des Georgsaltars ist eine figurenreiche Kreuzigung zu sehen, auf den Flügeln innen Szenen aus dem Marienleben und dem Leben der beiden Johannes, außen die Heilige Sippe und der Heilige Georg, auf der <a href="Predella" title="Predella">Predella</a> eine <a href="Anna_selbdritt" title="Anna selbdritt">Anna selbdritt</a> und sieben männliche Heilige.
Auf dem Altar der <i>Marienkapelle</i> steht ein geschnitztes Retabel, ehemals Mittelteil eines Flügelaltares aus dem späten 15. Jahrhundert, der in der Mitte Maria als Himmelskönigin im Strahlenkranz mit dem Jesuskind zeigt, flankiert von je vier Heiligen in zwei Reihen.
Im Chorraum sind noch das gotische <a href="Chorgest%C3%BChl" title="Chorgestühl">Chorgestühl</a> (um 1400) und ein spätgotischer <a href="Schrank" title="Schrank">Schrank</a> bemerkenswert. Mehrere Retabel von Nebenaltären sind heute in den Räumen des <a href="Domschatz_Halberstadt" title="Domschatz Halberstadt">Domschatzes</a> aufgestellt, darunter das bekannte gemalte Retabel der Madonna mit der Korallenkette aus der Zeit um 1400.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Metallgeräte"><span id="Metallger.C3.A4te"></span>Metallgeräte</h3></div>
<p>Ein bedeutendes <a href="Adlerpult" title="Adlerpult">Adlerpult</a> aus Bronze stammt vermutlich aus dem frühen 16. Jahrhundert, der Fuß und der Schaft wurden erneuert. Ein etwa 3,5 m hoher dreiarmiger Standleuchter aus Bronze aus dem Mittelalter steht in der Vierung, ein ähnlicher kleiner Leuchter aus dem frühen 16. Jahrhundert in der <i>Marienkapelle</i>. Dort sind ebenfalls zwei Altarleuchter aus Bronze mit inschriftlicher Datierung auf 1576 aufgestellt. Im Hochchor hängt ein eiserner Kronleuchter aus vier nach oben hin kleiner werdenden, gitterartig durchbrochenen Reifen mit türmchenartigen Kerzenhaltern und einem Tabernakel zuoberst, der vermutlich im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts entstanden ist. Im Langhaus ist ein großer, einst vergoldeter eiserner Radleuchter mit einem reich verzierten breiten Reifen mit sich teilweise wiederholenden figürlichen Szenen in Relief aufgehängt. In den vorgesetzten kleinen Tabernakeln sind die Apostel abgebildet; das Ganze soll offenbar das <a href="Himmlisches_Jerusalem" class="mw-redirect" title="Himmlisches Jerusalem">Himmlische Jerusalem</a> darstellen und wurde von Balthasar von Neuenstadt († 1516) gestiftet.<sup id="cite_ref-dehio_7-7" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weniger vom künstlerischen als vom kulturhistorischen Gesichtspunkt her interessant ist ein Pult mit einem schmiedeeisernen Gitter im südlichen Chorumgang, der zur Aufbewahrung der kostbaren Bücher diente.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grabmale">Grabmale</h3></div>
<p>Zahlreiche Grabmale aus dem 10. bis 16. Jahrhundert sind erhalten. Das älteste Grabmal ist ein im Chor versenkter monumentaler Kalkstein<a href="Sarkophag" title="Sarkophag">sarkophag</a> mit einem walzenförmigen Deckel für Bischof Bernhard († 968). Im südlichen Chorumgang ist das <a href="Kenotaph" title="Kenotaph">Kenotaph</a> für den Dompropst <a href="Johannes_Teutonicus_Zemeke" title="Johannes Teutonicus Zemeke">Johannes Teutonicus Zemeke</a> (auch: Semeca, † 1245) mit einer lebensgroßen Liegefigur und einem kleinen Weihrauchengel zu finden; die vier sitzenden Klagefiguren in den kielbogigen Nischen der Frontseite werden als Vertreter der vier <a href="Fakult%C3%A4t_(Hochschule)" title="Fakultät (Hochschule)">Fakultäten</a> gedeutet. Die ursprünglich nicht für diese Stelle vorgesehene <a href="Tumba" title="Tumba">Tumba</a> wurde wohl um 1492 vom Erzbischof Ernst von Magdeburg veranlasst.
</p><p>Von den nachmittelalterlichen Grabmälern zu erwähnen ist das <a href="Epitaph" title="Epitaph">Epitaph</a> für <a href="Friedrich_von_Brandenburg_(1530%E2%80%931552)" title="Friedrich von Brandenburg (1530–1552)">Erzbischof Friedrich IV. von Magdeburg</a> († 1552) an der südlichen Schranke des Binnenchores, das nach einer Inschrift von 1558 von Johannes Pincerna (auch: <a href="Hans_Schenck" title="Hans Schenck">Hans Schenck</a> genannt Scheußlich) stammt. Der große <a href="Manierismus" title="Manierismus">manieristische</a> Architekturaufbau aus gelbem Sandstein zeigt im Zentrum den Verstorbenen als Prediger, darüber Wappenhalterinnen und das monumentale Wappen des Verstorbenen und Gottvater darüber, umgeben von drastischen <a href="Allegorie" title="Allegorie">allegorischen</a> Darstellungen der Hoffnung auf Erlösung und dem Schrecken von Tod und Hölle, das „in den Einzelheiten von hoher Qualität“ bewertet wird.<sup id="cite_ref-dehio_7-8" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die Grabplatte im Chorfußboden mit einer lebensgroßen Darstellung des Verstorbenen wurde von Schenck gearbeitet.
</p><p>Zahlreiche weitere Epitaphe sind ebenfalls erhalten, darunter am nordöstlichen Vierungspfeiler das Epitaph für Friedrich von Britzke († 1576) aus Alabaster, das einen klaren, figurenreichen Renaissanceaufbau mit einem Kreuzigungsrelief in der Mitte zeigt. Am südöstlichen Vierungspfeiler ist das Epitaph für Caspar <a href="Kannenberg_(Adelsgeschlecht)" title="Kannenberg (Adelsgeschlecht)">von Kannenberg</a> († 1605) ebenfalls aus Alabaster aufgestellt, das nach der Inschrift von <a href="Sebastian_Ertle" title="Sebastian Ertle">Sebastian Ertle</a> aus Überlingen stammt, der auch im <a href="Magdeburger_Dom" title="Magdeburger Dom">Magdeburger Dom</a> Grabmale gestaltet hat, und ist mit Zutaten von Lulef Bartels ausgestaltet. Das Epitaph ist reich an plastischem Schmuck und zeigt den Verstorbenen vor dem Kruzifix kniend. Auf der Nordempore steht das Epitaph für Rhaben von Canstein († 1660) und seine Frau Lucia von Oppershusen, das prunkvoll geschnitzt und mit gemaltem Bildnis der Eheleute und des Auferstandenen versehen ist.
</p><p>Auf der Südempore ist eine Reihe von Bronzegrabplatten zu finden, die ehedem über den Gräbern im Dom lagen, darunter für Hunerus von Sampeleve († 1560) und Friedrich von Britzke († 1576), inschriftlich von Hans Meißner in Braunschweig, für Johann von Mahrenholz († 1585) von Hans Wilken in Braunschweig und für Caspar von Kannenberg († 1605). Die bedeutendste Grabplatte ist vermutlich ein Werk der <a href="Peter_Vischer_der_%C3%84ltere" title="Peter Vischer der Ältere">Vischer</a>-Werkstatt in Nürnberg, wurde für Balthasar von Neuenstadt († 1516) geschaffen und ist mit spielenden <a href="Putto" title="Putto">Putti</a> der Renaissance geschmückt.<sup id="cite_ref-dehio_7-9" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Lettner_mit_der_Triumphkreuzgruppe">Der Lettner mit der Triumphkreuzgruppe</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Triumphkreuzgruppe_im_Dom_zu_Halberstadt" title="Triumphkreuzgruppe im Dom zu Halberstadt">Triumphkreuzgruppe im Dom zu Halberstadt</a></i></div>
<p>Der Innenraum des Halberstädter Doms ist steil proportioniert; diese Höhentendenz des Raumes wird in dem reichen spätgotischen Lettner aufgegriffen, der östlich von der Vierung eine Abgrenzung des Hochchors bildet. Der virtuose Hallenlettner in drei Jochen mit <a href="Kielbogen" title="Kielbogen">Kielbogengiebeln</a>, reich gestaltetem Maßwerk und verzierten Fialen wurde 1510 vollendet.<sup id="cite_ref-dehio_7-10" class="reference"><a href="#cite_note-dehio-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darüber ist die hölzerne Triumphkreuzgruppe aufgestellt, die älter ist als der heutige Dom. Sie stammt aus dem ottonischen Vorgängerbau aus der Zeit um 1210/20. Sie wurde aus Eichen-, Linden- und Fichtenholz hergestellt und hat eine Höhe von 5,15 m bei einer Breite von 3,50 m. Die Einzelfiguren haben eine Höhe von ca. 2,40 m. Die ganze Gruppe ist farbig gefasst (Fassung original, teils verloren). Sie gehört zu den wichtigsten plastischen Kunstwerken auf deutschem Boden aus dieser Zeit. Die Gruppe der fünf Figuren steht auf dem sogenannten <i>Apostelbalken</i>, der die (einst zwölf, heute noch zehn) Apostel als Träger des christlichen Glaubens zeigt und mit seinen 8,50 m Länge das ganze Mittelschiff überspannt. Der gekreuzigte Christus steht außerdem noch symbolisch auf dem Grab Adams. Christus ist hier im Typus des leidenden Erlösers dargestellt, neben der trauernden Maria und Johannes, und außen flankiert von zwei Cherubim auf Feuerrädern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orgeln">Orgeln</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Orgel_des_Domes_zu_Halberstadt" title="Orgel des Domes zu Halberstadt">Orgel des Domes zu Halberstadt</a></i></div>
<p>Im Dom befand sich einst die älteste mittelalterliche, gotische Orgel, über die genauere schriftliche Belege vorliegen. Der Halberstädter Orgelbauer Nicolaus Faber errichtete sie in den Jahren 1357 (?) bis 1361. Die heutige Orgel ist ein Werk der Firma <a href="Hermann_Eule_Orgelbau_Bautzen" title="Hermann Eule Orgelbau Bautzen">Eule Orgelbau</a> aus dem Jahr 1965 mit 66 <a href="Register_(Orgel)" title="Register (Orgel)">Registern</a> auf vier <a href="Manual_(Musik)" title="Manual (Musik)">Manualen</a> und <a href="Pedal_(Orgel)" title="Pedal (Orgel)">Pedal</a> hinter einem barocken Prospekt von <a href="Heinrich_Herbst" class="mw-redirect" title="Heinrich Herbst">Heinrich Herbst d. J.</a> aus dem Jahr 1718.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine zweimanualige Orgel mit 22 Registern der Halberstädter <a href="Orgelbau_Reinhard_H%C3%BCfken" title="Orgelbau Reinhard Hüfken">Firma Hüfken</a> steht im nach dem Zweiten Weltkrieg zur Winterkirche umgebauten Domkeller.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Glocken">Glocken</h2></div>
<p>Der Dom besitzt 13 <a href="Glocke" title="Glocke">Glocken</a>. Das Geläut zählt zu den wertvollsten Domgeläuten überhaupt. Es hat eine wechselvolle Geschichte und ist mit einer überaus hohen Anzahl alter Glocken versehenen.
</p><p>Die fünf größten Glocken bilden das Hauptgeläut mit der <i>Domina/Dunna</i> als Fundament.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <i>Dunna</i> von 1928 ging 1944 durch die <a href="Metallspende_des_deutschen_Volkes" title="Metallspende des deutschen Volkes">Beschlagnahmung für die Rüstungsindustrie</a> verloren.<sup id="cite_ref-:1_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei ihrer inzwischen sechsten Rekonstruktion gab es Probleme beim Guss vor 10.000 Zuschauern auf dem Domplatz.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Glockenspeise" class="mw-redirect" title="Glockenspeise">Glockenspeise</a> wurde etwas zu heiß in die Form gelassen, wodurch zu viel Zinn versiedete. Dadurch fiel der <a href="Schlagton" title="Schlagton">Schlagton</a> (der historische Ton ges<sup>0</sup> +<sup>1</sup>/<sub>16</sub> war vorgesehen) zu hoch aus, die Abklingdauer liegt mit rund 100 Sekunden weit unter den für eine Glocke dieser Größe üblichen 200–250 Sekunden. Die Form wurde vom überhitzten Metall beschädigt und undicht. Die dadurch ausgelaufene Glockenspeise fehlte dann an der Krone; sie wurde unvollständig gegossen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wegen des Termindrucks, die Glocke zur Jahrtausendwende zu läuten, wurde ihre Haube zweimal durchbohrt, um die Glocke mit einer zusätzlich eingebauten Aufhängung sicher und rechtzeitig am Joch aufhängen zu können, anstatt die fehlenden Teile durch eine eventuelle Restaurierung anzuschweißen oder die Glocke neuzugießen. Die <i>Dunna</i> gilt als keine würdige Nachfolgerin gleichnamiger Vorgängerglocken.<sup id="cite_ref-Glocken_in_Geschichte_und_Gegenwart_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-Glocken_in_Geschichte_und_Gegenwart-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit Herbst 2018 darf sie aufgrund eines Risses nicht mehr geläutet werden. Ein Glockensachverständiger widerlegte Vermutungen, dieser sei auf ein Konzert, bei dem 2008 mit Stahlhämmern auf die Glocken geschlagen wurde, zurückzuführen, denn der Riss befindet sich unterhalb der Glockenschulter.<sup id="cite_ref-:0_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da eine Reparatur sehr teuer wäre, sollte die Dunna 2020 für 200.000 Euro neu gegossen werden. Die unbrauchbar gewordene Glocke soll, anstatt sie für den Neuguss einzuschmelzen, aufgrund ihrer Bedeutung für die Halberstädter Einwohner als Dauerleihgabe der Kulturstiftung an die Stadt vor dem Dom aufgestellt werden.<sup id="cite_ref-:1_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>Osanna</i>, 1454 von Johannes Floris in überschwerer <a href="Glockenrippe" title="Glockenrippe">Rippe</a> gegossen, gilt als außergewöhnlich klangschöne Glocke mit charakteristischem Teiltonaufbau. Ihr ebenbürtig ist die in ebenfalls in sehr schwerer Rippe gegossene Glocke <i>Micha</i>, die zu den besten Glocken der jüngsten Glockengussleistungen gezählt werden kann. Sie wurde ebenfalls von der Glocken- und Kunstgießerei <a href="Lauchhammer" title="Lauchhammer">Lauchhammer</a> gegossen und dient sowohl als tonliche Überbrückung zwischen <i>Laurentius</i> und <i>Osanna</i> (<a href="Tritonus" title="Tritonus">Tritonus</a>) als auch zur Entlastung des Altbestandes.
</p><p><i>Laurentius</i> und <i>Maria Magdalena</i> sind die beiden kleinsten Glocken des Hauptgeläuts und stammen aus der Hand <a href="Heinrich_von_Kampen" title="Heinrich von Kampen">Hinrik van Kampens</a>.
</p><p>Der <a href="Uhrschlag" title="Uhrschlag">Uhrschlag</a> wird auf zwei Gussstahlglocken des <a href="Bochumer_Verein" title="Bochumer Verein">Bochumer Vereins</a>, die starr im Südwestturm aufgehängt sind, ausgeführt.
</p><p>Am ersten Samstag eines jeden Monats in der Sommerzeit erklingt um 17:30 Uhr das Vollgeläut. Zum Mittagsläuten um 12 Uhr sowie zum Abendläuten um 18 Uhr läutet <i>Micha</i>.
Zum Sonntagsgottesdienst rufen <i>Maria Magdalena</i>, <i>Laurentius</i> und <i>Micha</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hauptgeläut_und_Uhrglocken_in_den_Westtürmen"><span id="Hauptgel.C3.A4ut_und_Uhrglocken_in_den_Westt.C3.BCrmen"></span>Hauptgeläut und Uhrglocken in den Westtürmen</h3></div>
<table class="wikitable">
<tbody><tr class="hintergrundfarbe5">
<td><b>Nr.</b><br>
</td>
<td><b>Name</b><br>(Funktion)
</td>
<td><b>Gussjahr</b><br>
</td>
<td><b> Gießer</b><br>
</td>
<td><b>Durchmesser</b><br>(mm)
</td>
<td><b>Masse</b><br>(kg)
</td>
<td><b>Schlagton</b><br>(<a href="Halbton" title="Halbton">HT</a>-<sup>1</sup>/<sub>16</sub>)
</td>
<td><b>Turm</b><br>
</td>
<td><b>Vorgängerinnen</b><br>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center">1</td>
<td>Domina/Dunna (seit 2018 defekt)
</td>
<td style="text-align:center">1999</td>
<td><a href="Kunst-_und_Glockengie%C3%9Ferei_Lauchhammer" title="Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer">Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer</a></td>
<td style="text-align:center">2255</td>
<td style="text-align:center">8320</td>
<td>g<sup>0</sup> +6</td>
<td>Süd</td>
<td>1195, vor 1454, 1457, 1860, 1876, 1928
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center">2</td>
<td>Osanna</td>
<td style="text-align:center">1454</td>
<td>Johannes Floris</td>
<td style="text-align:center">1985</td>
<td style="text-align:center">4820</td>
<td>b<sup>0</sup> −1</td>
<td rowspan="4">Nord</td>
<td>?
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center">3</td>
<td>Micha (Betglocke)</td>
<td style="text-align:center">1997</td>
<td>Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer</td>
<td style="text-align:center">1523</td>
<td style="text-align:center">2228</td>
<td>d<sup>1</sup> −7</td>
<td>1365, 1454 (vgl. Gl. 2), [1576?]
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center">4</td>
<td>Laurentius</td>
<td rowspan="2" style="text-align:center">1514</td>
<td rowspan="2"><a href="Hinrik_van_Kampen" class="mw-redirect" title="Hinrik van Kampen">Hinrik van Kampen</a></td>
<td style="text-align:center">1245</td>
<td style="text-align:center">1080</td>
<td>e<sup>1</sup> −4</td>
<td>?
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:center">5</td>
<td>Maria Magdalena</td>
<td style="text-align:center">1070</td>
<td style="text-align:center"><span style="visibility:hidden;">0</span>790</td>
<td>fis<sup>1</sup> −9</td>
<td>?
</td></tr>
<tr>
<td style="font-family:monospace; text-align:center">I</td>
<td>Stundenschlag-Glocke</td>
<td rowspan="2" style="text-align:center">1908</td>
<td rowspan="2"><a href="Bochumer_Verein" title="Bochumer Verein">Bochumer Verein</a></td>
<td style="text-align:center">1254</td>
<td style="text-align:center"><span style="visibility:hidden;">0</span>850</td>
<td>gis<sup>1</sup> −7</td>
<td rowspan="2">Süd</td>
<td>1845
</td></tr>
<tr>
<td style="font-family:monospace; text-align:center">II</td>
<td>Viertelschlag-Glocke</td>
<td style="text-align:center">1015</td>
<td style="text-align:center"><span style="visibility:hidden;">0</span>460</td>
<td>ais<sup>1</sup> −9</td>
<td>1845
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Chorglocken_im_Mittelbau">Chorglocken im Mittelbau</h3></div>
<p>Zu den täglichen <a href="Hore_(Liturgie)" title="Hore (Liturgie)">Horen</a> des <a href="Stundengebet" title="Stundengebet">Stundengebets</a> riefen fünf kleinere Glocken aus dem 13. Jahrhundert, sogenannte <i>Zuckerhutglocken</i>, die im Mittelbau aufgehängt sind. Dazu gehörte ursprünglich eine weitere Glocke mit dem Namen <i>Stinkstank</i>, die aber verschollen ist. Ihr Ton soll zwischen dem der Glocken <i>Sauerkohl</i> und <i>Stimpimp</i> gelegen haben.
Die Chorglocken mit den volkstümlichen Namen werden heute meist in Kombination mit den großen Glocken verwendet.<sup id="cite_ref-Glocken_in_Geschichte_und_Gegenwart_17-1" class="reference"><a href="#cite_note-Glocken_in_Geschichte_und_Gegenwart-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das <i>Lämmchen</i> wurde bei dem Konzert von 2008, welchem staatsanwaltliche Ermittlungen folgten, beschädigt und auf Kosten des Veranstalters repariert. Der Jahre zuvor wegen eines Risses verstummte <i>Langhals</i> wurde bei dieser Gelegenheit (der Konzertveranstalter finanzierte diese Reparatur gleich mit) auch instand gesetzt.<sup id="cite_ref-:0_16-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">
<tbody><tr class="hintergrundfarbe5">
<td align="left"><b>Name</b>
</td>
<td><b>Gusszeit</b>
</td>
<td><b>Durchmesser</b>
</td>
<td><b>Masse</b>
</td>
<td><b>Schlagton</b><br><small>(HT-<span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">16</sub></span>)</small>
</td></tr>
<tr>
<td align="left">Bratwurst</td>
<td rowspan="3">13. Jh.</td>
<td>737 mm</td>
<td>199 kg</td>
<td>c<sup>2</sup> −2
</td></tr>
<tr>
<td align="left">Sauerkohl</td>
<td>792 mm</td>
<td>291 kg</td>
<td>des<sup>2</sup> −7½
</td></tr>
<tr>
<td align="left">Stimpimp</td>
<td>696 mm</td>
<td>229 kg</td>
<td>fis<sup>2</sup> −6
</td></tr>
<tr>
<td align="left">Langhals</td>
<td rowspan="2">um 1200</td>
<td>646 mm</td>
<td>228 kg</td>
<td>fis<sup>2</sup> +7
</td></tr>
<tr>
<td align="left">Lämmchen</td>
<td>388 mm</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>45 kg</td>
<td>d<sup>3</sup>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Adämchen_im_Dachreiter"><span id="Ad.C3.A4mchen_im_Dachreiter"></span>Adämchen im Dachreiter</h3></div>
<p>Mit der Wiederherstellung des <a href="Dachreiter" title="Dachreiter">Dachreiters</a> kehrte die Glocke <i>Adämchen</i> 2010 an ihren ursprünglichen Ort zurück.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">
<tbody><tr class="hintergrundfarbe5">
<td><b>Name</b>
</td>
<td><b>Gusszeit</b>
</td>
<td><b> Gießer</b>
</td>
<td><b>Durchmesser</b>
</td>
<td><b>Masse</b>
</td>
<td><b>Schlagton</b>
</td></tr>
<tr>
<td>Adämchen</td>
<td>um 1300</td>
<td>unbekannt</td>
<td>402 mm</td>
<td>56 kg</td>
<td>~ dis<sup>3</sup>
</td></tr></tbody></table>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Glocke Dunna im Südturm</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Glocke Osanna im Nordturm</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Chorglocken im Mittelbau</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Glocke „Maria Magdalena“ im zweiten Glockengeschoss des Nordturms</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Laurentiusglocke im zweiten Glockengeschoss des Nordturms</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Galerie">Galerie</h2></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Dom zu Halberstadt, Luftaufnahme (2019)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Strebewerk" title="Strebewerk">Strebewerk</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Mittelalterlicher Taufstein, Kreuzblick-3D-Foto</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Steinskulptur</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Kruzifix-Holzplastik</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Kanzelfuß-Details</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Domschatz">Domschatz</h2></div>
<p>Der <a href="Domschatz_Halberstadt" title="Domschatz Halberstadt">Domschatz Halberstadt</a> birgt in einzigartig umfangreicher Zahl Kunstwerke und Objekte, die zur einstigen Ausstattung des Gottesdienstes im Halberstädter Dom verwendet wurden. Der überwiegende Teil stammt aus dem Mittelalter und reicht bis in die Gründungszeit des Bistums Halberstadt zurück. Der Halberstädter Domschatz gilt als einer der wertvollsten und reichhaltigsten Europas. Aus der Fülle des Erhaltenen seien einige bedeutende Stücke hervorgehoben:
</p>
<ul><li>Das <a href="Konsulardiptychon" title="Konsulardiptychon">Konsulardiptychon</a> (Ravenna, 417)</li>
<li>Der <i>Schrank aus der Liebfrauenkirche</i> mit Malereien in byzantinischer Art (2. Viertel 13. Jahrhundert)</li>
<li>Der romanische <i>Abraham-Engel-Teppich</i> (um 1150)</li>
<li>Der romanische <i>Christus-Apostel-Teppich</i> (beide älteste bekannte gewirkte Bildteppiche Europas – aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts)<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die byzantinische <i>Weihbrotschale</i> (2. Hälfte 12. Jahrhundert)</li>
<li>Das venezianische <i>Kristallkreuz</i> (um 1300)</li>
<li>Mehrere <a href="Armreliquiar" title="Armreliquiar">Armreliquiare</a> und Reliquientafeln</li>
<li>Ein Marientabernakel aus Elfenbein (Paris, um 1330)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung_und_Würdigung"><span id="Bedeutung_und_W.C3.BCrdigung"></span>Bedeutung und Würdigung</h2></div>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Viele Kirchen mögen prächtiger, merkwürdiger, kunstreicher sein als der Halberstädter Dom; dieser scheint mir von allen der edelste zu sein“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card"><a href="Ricarda_Huch" title="Ricarda Huch">Ricarda Huch</a></span></div></div>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Das wohl reinste deutsche Beispiel einer durch und durch verstandenen Gotik“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card"><a href="Wilhelm_Pinder" title="Wilhelm Pinder">Wilhelm Pinder</a></span></div></div>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Der Dom ist schön wie die Ewigkeit.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card"><a href="Christoph_Dieckmann_(Journalist)" title="Christoph Dieckmann (Journalist)">Christoph Dieckmann</a></span>: <cite style="font-style:normal">in <a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></cite></div></div>
<p>Der <i>Halberstädter Dom</i> stand bis 1945 inmitten eines der bedeutendsten historischen Stadtdenkmäler Deutschlands. Durch die verheerenden Zerstörungen des Krieges und die nachfolgende Vernachlässigung haben sich nur noch Reste des einmaligen Stadtbildes dieses, ehemals „norddeutsches Rothenburg“ genannten Gesamtkunstwerkes erhalten. Dennoch besitzt Halberstadt mit seinem Dom und der viertürmigen romanischen <a href="Liebfrauenkirche_zu_Halberstadt" class="mw-redirect" title="Liebfrauenkirche zu Halberstadt">Liebfrauenkirche</a> noch zwei herausragende Denkmäler mittelalterlicher Baukunst.
</p><p>Der Dom verfügt über eine in ungewöhnlich reichem Maße erhaltene mittelalterliche Ausstattung. Der Domschatz ist mit über 1250 erhaltenen Ausstattungsstücken der größte Domschatz außerhalb des Vatikans.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Maße"><span id="Ma.C3.9Fe"></span>Maße</h2></div>
<ul><li>Länge des Hauptschiffs: 102 m</li>
<li>Gewölbehöhe des Hauptschiffs: ca. 27,0 m</li>
<li>Höhe Seitenschiffe: 14,0 m</li>
<li>Höhe der Türme: 91 m</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kirchenmusik_im_Dom">Kirchenmusik im Dom</h2></div>
<p>Neben den Orgelkonzerten finden regelmäßig auch Konzerte mit anderen Instrumenten im Dom statt.
Orgelkonzerte, bei denen der Eintritt frei ist, finden jeden Samstag um 12 Uhr nach dem Geläute statt.
</p><p>Jedes Jahr gibt es im September den <i>Halberstädter Orgeltag</i>.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_der_Domprediger_am_Dom_zu_Halberstadt" title="Liste der Domprediger am Dom zu Halberstadt">Liste der Domprediger am Dom zu Halberstadt</a></li>
<li>Kategorie: Domherr (Halberstadt)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Johanna Flemming u. a.: <i>Dom und Domschatz zu Halberstadt.</i> Leipzig 1990, ISBN 3-7338-0058-3.</li>
<li>Peter Findeisen: <i>Dom, Liebfrauenkirche und Domplatz</i> (= <i>Die Blauen Bücher</i>). (Mit einem Beitrag): Adolf Siebrecht, Aufnahmen: Sigrid Schütze-Rodemann, Gert Schütze, 4., akt. Auflage, Verlag Langewiesche, Königstein i. Ts. 2009, ISBN 978-3-7845-4606-3.</li>
<li>Hermann Giesau: <i>Der Dom zu Halberstadt</i> (= <i>Deutsche Bauten.</i> Band 16). Burg bei Magdeburg 1929.</li>
<li>Paulus Hinz: <i>Gegenwärtige Vergangenheit – Dom und Domschatz zu Halberstadt.</i> 5. Auflage. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1971.</li>
<li>Petra Janke, Horst H. Grimm: <i>Der Domschatz zu Halberstadt</i> (= <i>Edition Logika.</i> Band 6). München 2003.</li>
<li>Petra Janke: <i>Der Dom zu Halberstadt</i> (= <i><a href="DKV-Kunstf%C3%BChrer" title="DKV-Kunstführer">DKV-Kunstführer</a>,</i> Nr. 405). München 2007, ISBN 978-3-422-02097-9.</li>
<li><a href="Hans-Joachim_Mrusek" title="Hans-Joachim Mrusek">Hans-Joachim Mrusek</a>: <i>Drei deutsche Dome: Quedlinburg, Magdeburg, Halberstadt.</i> Überarb. Auflage von 1963. München 1983, ISBN 3-7774-3510-4 – zeitgleich auch beim DDR-Verlag in Dresden neu aufgelegt (<span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/830849068">830849068</a></span>).</li>
<li>Claus Peter: <i>Das Geläute des Domes St. Stephanus und Sixtus zu Halberstadt.</i> In: <i>Nordharzer Jahrbuch.</i> Band 20/21, Halberstadt 1999, ISBN 3-934245-00-5, S. 121–181.</li>
<li><a href="Wolfgang_Schenkluhn" title="Wolfgang Schenkluhn">Wolfgang Schenkluhn</a>: <i>Halberstadt: Dom und Domschatz</i> (= <i>Hallesche Beiträge zur Kunstgeschichte.</i> 4). Halle 2002.</li>
<li>Eva Fitz: <i>Die mittelalterlichen Glasmalereien im Halberstädter Dom.</i> (= <i>Corpus Vitraearum Medii Aevi, Deutschland.</i> Band XVII). Akademie Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-05-003438-6.</li>
<li>Hans Fuhrmann: <i>Die Inschriften des Doms zu Halberstadt</i> (= <i><a href="Die_Deutschen_Inschriften" title="Die Deutschen Inschriften">Die Deutschen Inschriften</a>.</i> Band 75, Leipziger Reihe, 3. Band) Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden 2009 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.inschriften.net/halberstadt-dom.html">inschriften.net</a>).</li>
<li>Harald Meller, Ingo Mundt, Boje E. Schmuhl (Hrsg.): <i>Der Heilige Schatz im Dom zu Halberstadt.</i> Fotos Juraj Lipták (Köln). Schnell und Steiner, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7954-2117-5.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Halberstadt_Cathedral?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Dom zu Halberstadt</a></span></b> – Sammlung von Bildern</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4136982-8">Literatur von und über Dom zu Halberstadt</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dom-schatz-halberstadt.de/virtueller-rundgang/">Virtueller Rundgang „Dom Schatz Halberstadt“</a> der <a href="Kulturstiftung_Sachsen-Anhalt" title="Kulturstiftung Sachsen-Anhalt">Kulturstiftung Sachsen-Anhalt</a>, besucht am 17. Mai 2022.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.kulturstiftung-st.de/burgen-schloesser-dome/dom-schatz-halberstadt/">Dom und Domschatz Halberstadt bei der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ev-kirche-halberstadt.de/hbs/index.php">Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Halberstadt</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.kirchenmusik-halberstadt.de/">Kirchenmusik zu Halberstadt</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://fk.kirchenmusik-halberstadt.de/veranstaltungen/">Förderkreis Musik am Dom zu Halberstadt e.V.</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.raymond-faure.com/Strasse_der_Romanik/Halberstadt_Dom_St_Stephanus.htm">Fotos vom Dom St. Stephanus und Sixtus</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.luftbildsuche.de/info/luftbilder/zentrum-historischen-altstadt-halberstadt-dom-kirchen-sachsen-anhalt-381639.html">Luftbild des Doms Halberstadt</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsenanhalt/mdr-nordfassade-am-halberstaedter-dom-wird-saniert-102.html"><i>Nordfassade am Halberstädter Dom wird saniert</i></a> am 3. April 2024 auf tagesschau.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. den Abschnitt <a href="Gotik#Deutschland" title="Gotik">Deutschland</a> im Artikel <a href="Gotik" title="Gotik">Gotik</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Andreas Odenthal: <cite style="font-style:italic">Die Ordinatio Cultus Divini et Caeremoniarium des Halberstädter Domes von 1591. Untersuchungen zur Liturgie eines gemischtkonfessionellen Domkapitels nach Einführung der Reformation</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>93</span>. Aschendorff, Münster 2005, ISBN 3-402-04073-5.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dom+zu+Halberstadt&rft.atitle=Die+Ordinatio+Cultus+Divini+et+Caeremoniarium+des+Halberst%C3%A4dter+Domes+von+1591.+Untersuchungen+zur+Liturgie+eines+gemischtkonfessionellen+Domkapitels+nach+Einf%C3%BChrung+der+Reformation&rft.au=Andreas+Odenthal&rft.btitle=Liturgiewissenschaftliche+Quellen+und+Forschungen&rft.date=2005&rft.genre=book&rft.isbn=3402040735&rft.place=M%C3%BCnster&rft.pub=Aschendorff&rft.volume=Bd.+93" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Bettina Seyderhelm: <cite style="font-style:italic">Konfessionskonflikt und Lebenswirklichkeit im Halberstädter Domkapitel.</cite> In: <cite style="font-style:italic">Sachsen und Anhalt. Jahrbuch der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>33</span>. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2021, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>169–307</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dom+zu+Halberstadt&rft.atitle=Konfessionskonflikt+und+Lebenswirklichkeit+im+Halberst%C3%A4dter+Domkapitel.&rft.au=Bettina+Seyderhelm&rft.btitle=Sachsen+und+Anhalt.+Jahrbuch+der+Historischen+Kommission+f%C3%BCr+Sachsen-Anhalt&rft.date=2021&rft.genre=book&rft.pages=169-307&rft.place=Halle+%28Saale%29&rft.pub=Mitteldeutscher+Verlag&rft.volume=Bd.+33" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dom-schatz-halberstadt.de/dom-domschatz/der-dom-zu-halberstadt/#collapseBox-16085"><i>Der Dom – Dom & Domschatz – Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 9. November 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADom+zu+Halberstadt&rft.title=Der+Dom+%E2%80%93+Dom+%26+Domschatz+%E2%80%93+Kulturstiftung+Sachsen-Anhalt&rft.description=Der+Dom+%E2%80%93+Dom+%26+Domschatz+%E2%80%93+Kulturstiftung+Sachsen-Anhalt&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.dom-schatz-halberstadt.de%2Fdom-domschatz%2Fder-dom-zu-halberstadt%2F%23collapseBox-16085"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://docplayer.org/43436586-Tabernakel-und-strebepfeiler-dom-st-stephanus-und-st-sixtus-zu-halberstadt.html"><i>Tabernakel und Strebepfeiler Dom St. Stephanus und St. Sixtus zu Halberstadt.</i></a> (PDF)<span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 31. Januar 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADom+zu+Halberstadt&rft.title=Tabernakel+und+Strebepfeiler+Dom+St.+Stephanus+und+St.+Sixtus+zu+Halberstadt&rft.description=Tabernakel+und+Strebepfeiler+Dom+St.+Stephanus+und+St.+Sixtus+zu+Halberstadt&rft.identifier=https%3A%2F%2Fdocplayer.org%2F43436586-Tabernakel-und-strebepfeiler-dom-st-stephanus-und-st-sixtus-zu-halberstadt.html"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Manuela Beer: <cite style="font-style:italic">Triumphkreuze des Mittelalters</cite>. Schnell + Steiner, Regensburg 2005, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>605–621</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dom+zu+Halberstadt&rft.au=Manuela+Beer&rft.btitle=Triumphkreuze+des+Mittelalters&rft.date=2005&rft.genre=book&rft.pages=605-621&rft.place=Regensburg&rft.pub=Schnell+%2B+Steiner" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-dehio-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-7">h</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-8">i</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-9">j</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-dehio_7-10">k</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Georg_Dehio" title="Georg Dehio">Georg Dehio</a> Nachfolge/Dehio-Vereinigung e. V. (Hrsg.): <i>Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg.</i> Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2002, ISBN 3-422-03069-7, S. 314–325.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Eva Fitz: <i>Die mittelalterlichen Glasmalereien im Halberstädter Dom</i>, Berlin 2003, Abb. 79, 80 und 106. Acht Tafeln verblieben, weitere acht Tafeln wurden in die Neuenstädter Kapelle versetzt.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Heiko Brandl, Corinna Grimm-Remus: <cite style="font-style:italic">Der Chor des Halberstädter Domes - Baugeschichte und Restaurierung der Chorpfeilerfiguren</cite>. In: Christian Philipsen, Eike Henning Michl (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Jahrbuch 2022</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>2022</span>. Gommern 2023, ISBN 978-3-96502-028-3, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>62–85</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dom+zu+Halberstadt&rft.atitle=Der+Chor+des+Halberst%C3%A4dter+Domes+-+Baugeschichte+und+Restaurierung+der+Chorpfeilerfiguren&rft.au=Heiko+Brandl%2C+Corinna+Grimm-Remus&rft.btitle=Kulturstiftung+Sachsen-Anhalt.+Jahrbuch+2022&rft.date=2023&rft.genre=book&rft.isbn=9783965020283&rft.pages=62-85&rft.place=Gommern&rft.volume=2022" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://orgel-verzeichnis.de/halberstadt-dom-st-stephanus-und-sixtus-hauptorgel/"><i>Halberstadt – Dom St. Stephanus und Sixtus (Hauptorgel) – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 19. Juni 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADom+zu+Halberstadt&rft.title=Halberstadt+%E2%80%93+Dom+St.+Stephanus+und+Sixtus+%28Hauptorgel%29+%E2%80%93+Orgel+Verzeichnis+%E2%80%93+Orgelarchiv+Schmidt&rft.description=Halberstadt+%E2%80%93+Dom+St.+Stephanus+und+Sixtus+%28Hauptorgel%29+%E2%80%93+Orgel+Verzeichnis+%E2%80%93+Orgelarchiv+Schmidt&rft.identifier=https%3A%2F%2Forgel-verzeichnis.de%2Fhalberstadt-dom-st-stephanus-und-sixtus-hauptorgel%2F"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://orgelbau-huefken.de/en/leistungen-referenzen/orgelneubau/halberstadt-winterkirche.html"><i>Orgelbau Hüfken: Halberstadt Winterkirche.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 25. Oktober 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADom+zu+Halberstadt&rft.title=Orgelbau+H%C3%BCfken%3A+Halberstadt+Winterkirche&rft.description=Orgelbau+H%C3%BCfken%3A+Halberstadt+Winterkirche&rft.identifier=https%3A%2F%2Forgelbau-huefken.de%2Fen%2Fleistungen-referenzen%2Forgelneubau%2Fhalberstadt-winterkirche.html"> </span></span>
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<li id="cite_note-:0-16"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_16-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_16-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_16-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Sabine Scholz, Volksstimme Magdeburg: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.volksstimme.de/lokal/halberstadt/domgelaeut-die-geschundene-domina"><i>Halberstadt Dom Domglocke Domina defekt.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 1. Februar 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADom+zu+Halberstadt&rft.title=Halberstadt+Dom+Domglocke+Domina+defekt&rft.description=Halberstadt+Dom+Domglocke+Domina+defekt&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.volksstimme.de%2Flokal%2Fhalberstadt%2Fdomgelaeut-die-geschundene-domina&rft.creator=Sabine+Scholz%2C+Volksstimme+Magdeburg&rft.language=de"> </span></span>
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<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">51.896269444444</span><span class="longitude">11.048736111111</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:51.896269444444,11.048736111111"><span title="Breitengrad">51° 53′ 46,6″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">11° 2′ 55,4″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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